Chronic Pelvic Pain Syndrom (CPPS)

Ständige Schmerzen im Unterbauch und eine Odyssee von einem Facharzt zum nächsten führen bei Patientinnen häufig zu Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Frustration. Das „Chronic Pelvic Pain Syndrom“ (CPPS) ist ein häufiges aber leider immer wieder übersehenes Krankheitsbild. Sind Entzündungen oder ernsthafte Pathologien ausgeschlossen, ist die Ursache für Schmerzen im Unterbauch meistens eine Verspannung der Muskulatur des knöchernen Beckens mit schmerzhaften Triggerpunkten.

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Den meisten Menschen ist die Existenz ihres Beckenbodens nicht bewusst und dass sie ihn spüren und bewegen können. Er ist verantwortlich für die Sicherung der Bauch- und Beckenorgane und zur Unterstützung des Verschlusses von Harnröhre und Enddarm. Dies erfolgt mit dem Anspannen, Entspannen und einem reflexhafte Gegenhalten bei schnell auftretenden Belastungen, wie z.B. beim Husten, Niesen, Lachen, Hüpfen oder beim Tragen schwerer Lasten. Durch eine Verbindung mit der Bauch-, Rücken- und Atemmuskulatur ermöglicht uns der Beckenboden zudem die aufrechte Haltung und trägt zu einer lustvollen Sexualität bei.

 

Das „Chonic Pelvic Pain Syndrom“ (CPPS) bei der Frau betrifft mehrere medizinische Fachgebiete:

Urologie (Fachgebiet der harnbildenden und harnableitenden Organe)
– Blasenschmerzsyndrom
– Harnröhrenschmerzsyndrom

Gynäkologie (Frauenheilkunde)
– Vaginismus (Beckenboden-/Scheidenkrampf)
– Vulvodynie (Schamlippenschmerz)
– Vestibulitis Vulvae Syndrom – VVS (Berührungsschmerz am Scheideneingang)
– Dyspareunie (Schmerzen beim Geschlechtsverkehr)
– Perinealer Schmerz (Dammschmerz)
– Vaginaschmerzsyndrom
– Vulvaschmerzsyndrom
– Klitorisschmerzsyndrom
– Ovarialschmerzsyndrom

Proktologie (Fachgebiet des Enddarms)
– Anismus (Koordinationsstörung des Darmschliessmuskels)
– Anusschmerz (Afterschmerz)
– Anorektales Schmerzsyndrom

Neurologie (Nervenheilkunde)
– Pudendusschmerzsyndrom (Beckenbodenschmerzsyndrom)

Orthopädie (Fachgebiet des Stütz- und Bewegungsapparates)
– Coccygodynie (chronische Schmerzen im Bereich des Steissbeins)
– Beckenringschmerzen

 

Mögliche Beschwerden
– ausstrahlende Schmerzen ins Genital, Leiste, Bauch, Rücken
– Inkontinenz beim Husten, Niesen, Springen, Laufen
– Störung der Darmtätigkeit
– Schmerzen oder Einschlafen des Beckenbodens bei längerem Sitzen oder Radfahren
– Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle
– erhöhte Empfindsamkeiten auf Kälte, Berührung oder Reibung durch Kleidung

 

Es herrscht immer noch die weitverbreitete Meinung, dass der Beckenboden bei Beschwerden zu schwach ist und dringend eines kräftigenden Trainings bedarf. Dann beginnen viele Patientinnen durch selbst recherchierte Übungen aus Broschüren oder dem Internet ihren Beckenboden zu trainieren, was aber auch nach Wochen und Monaten keine deutliche Verbesserung zeigt. Das liegt daran, dass das Wissen darüber fehlt, wo der Beckenboden genau liegt und wie man ihn bewusst wahrnehmen und bewegen kann. Oder schlimmer. Es besteht oft schon ein übermässig angespannter bzw. verspannter Beckenboden. Durch Übungen und Training des Beckenbodens ohne vorherige Therapie steigt die Spannung weiter und die Beschwerden verschlimmern sich.

Durch eine individuelle Physiotherapie mit speziellen Techniken, wie Biofeedback, Triggerpunkttherapie, Wahrnehmungsschulung und bewusstem Training erleben Sie einen neuen Umgang mit Ihrem Beckenboden und eine Linderung der Beschwerden!

 

Ein gesunder Beckenboden bedeutet stabilen Halt, aufrechten Gang, „dicht“ zu sein und sexuelle Lust.

 

Beckenboden

 

 

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